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Affiliate- und Partnerprogramm
Definition

Eigentlich ist Affiliate-Marketing keine revolutionäre Idee. Es ist viel mehr die konsequente Anwendung der bewährten Vertriebskanäle des Offline- Business auf das Online-Geschäft. Die Funktion, welche der klassische Offline-  Zwischenhändler ausführt, übernimmt die Affiliate-Website in einer ähnlichen Form im Internet. Produkte und Dienstleistungen können so auf verschiedenen Kanälen besser und näher zum Kunden gebracht, weil sie für den Kunden besser und schneller erreichbar sind und unmittelbar an die spezifischen Interessen und Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen angepasst werden können.

Die Affiliate Website als Filiale im Internet

Ein Affiliate- oder Partnerprogramm Ist ein webbasiertes Marketingprogramm, unter welchem Website-Betreiber (= Affiliates) auf ihren Webseiten Links zum Merchant platzieren. Der Merchant entschädigt den Affiliate entweder für jeden Klick, eine Transaktion oder einen Anteil am generierten Umsatz, der über den  Affiliate-Link führt.

Oftmals werden von den Affiliates die Angebote verschiedener Merchants zusammengefasst (aggregiert), wobei für den Kunden ein Zusatznutzen entsteht. Er kann aus verschiedenen Angeboten das auswählen, das für ihn den höchsten Nutzen darstellt.

Es begann mit Amazon und einer Party

Auf einer Party lernten sich Jeff Bezos, Gründer von Amazon, und eine junge Frau kennen. Diese hatte gerade eine Website zum Thema Scheidung online geschaltet. Sie fragte Bezos, ob sie nicht gegen eine Verkaufsprovision Bücher zu diesem Thema auf Ihrer Website anbieten könne. So war die Idee des Affiliate- Programms geboren und ist bis heute eine der entscheidenden Faktoren für Amazons weltweite Bekanntheit und seinen Erfolg. Heute verkauft Amazon seine Bücher und CDs auf tausenden von Partner- Websites weltweit.

Wie funktioniert ein Affiliate-Programm?

Eine Besucherin gelangt über eine Affiliate-Website zum Merchant (Kunden- Website gem. unten stehender Abbildung. Wenn ein Kauf stattfindet, kann das durch Trackingtechnologien (z.B. Cookies) festgestellt werden. Dem Affiliate wird auf seinem Konto eine Kommission gutgeschrieben. Der Anbieter des Affiliate-Programmes (z.B. TradeDoubler) rechnet mit beiden Parteien, also dem Affiliate und dem Merchant ab und erhält in der Regel neben einer monatlichen Fixgebühr ebenso eine Umsatzbeteiligung oder einen Fixbetrag pro Lead.


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In der nächsten Abbildung finden Sie ein Beispiel eines Affiliate-Links auf www.swisswebcams.ch, das u.a. ein Buch "Schweiz per Rad" anbietet. Klickt man auf den Link wird man direkt auf das betreffende Buch auf amazon.de geleitet. Diese Information wird getrackt, d.h. wenn der Kunde nun das Buch tatsächlich kauft, wird das im System von amazon.de vermerkt und der Affiliate erhält später seine zugesicherte prozentuale Provision.


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Wem nützt ein Affiliateprogramm?

Für den Merchant ist Affiliate-Marketing sehr kostengünstiges und effektives Marketing, denn er muss den Affiliate nur im Erfolgsfall entschädigen. Versuchen Sie einmal in anderen Medien eine Anzeige zu buchen und erklären, Sie würden nur im Erfolgsfall eine Provision zahlen.

Für den Affiliate stellt das Affiliate-Modell ein Geschäftsmodell dar. Trafficstarke Sites können so mit Nischenprodukten Geld verdienen. Meist ist dies nicht viel. Das ist der Nachteil des Affiliatemodelles, denn in der Regel werden die Affiliates nicht reich dabei. Immerhin können so kleinere Sites endlich einmal etwas übers Internet verdienen. Aber eben, es ist meist sehr wenig. So wird die Website nicht für den Werbewert entschädigt, den sie generiert, denn jede Einblendung eines Affiliatebanners erzeugt Werbewert. In vielen Fällen ist so der TKP sehr tief, den man aus den tatsächlichen Einblendungen und den erzielten Provisionen berechnen kann.

So sind Affiliates oftmals kleinere Websites, denen es keine Rolle spielt, ob sie jetzt einmal 5, 50.- oder 500.- Franken pro Monat verdienen, denn Sie haben ja auch kaum Kosten im Gegensatz zu den grossen Sites, die ihr Personal bezahlen müssen.

Das nachfolgende eigene Beispiel verdeutlich Affiliatemodell anhand eines Praxisbeispieles.

Beispiel Reisebüro

Wie ein Reisebüro dank einem Affiliateprogramm zu einem beträchtlichen Mehrumsatz kommt

Irgendwo im Tösstal, also zwischen Winterthur und Rapperswil, gibt es ein Reisebüro. Strategisch hat es eine schlechte Lage, denn das Einzugsgebiet im relativ dünn besiedelten Tösstal ist nicht gross. Vor einiger Zeit wurden wir angefragt, ob wir Reisen auf unserer Website travelagent.ch im Rahmen eines Affiliateprogrammes anbieten möchten. Wir haben damals zugesagt. Innert nur 5 Minuten wurde aus unserer Website, auf der wir bis anhin nur Hotel-, Ferienwohnungs- und Flugbuchungen als Affiliate angeboten hatten, zum vollwertigen Reisebüro mit Last-Minute- Angeboten. Wir mussten auf unserer Website nur etwas Programmcode einbauen, den uns der Provider für die Affiliateprogrammtechnologie zur Verfügung stellte. Das funktioniert übrigens auch bei anderen Affiliateprogrammen so.

Nach dem Einbau hatten wir gratis aktuellen Content auf unserer Websites, was ja für den Affiliate oft auch ein Vorteil ist. Dieser Content muss natürlich tagesaktuell und gepflegt sein.

Nachstehende Abbildung verdeutlich dies. Links sehen wir die Website, welche die Angebote des Reisebüros in einem sogenannten iFrame darstellt. Der Besucher dieser Website kann nicht erkennen, dass es sich nicht um den eigenen Content der Website handelt. Wenn ein Besucher eine Buchung tätigt, dann läuft alles über den Provider der Affiliateprogrammtechnologie ab. Die Buchungen werden nun an den Merchant, in unserem Beispiel das Reisebüro im Tösstal, weitergeleitet, der das Fulfillment übernimmt. Er stellt die Reisedokumente aus und macht das Inkasso. Der Provider stellt nun für seine Vermittlung und das Zurverfügungstellen der Technologie eine Provisionsrechnung an den Merchant. Der Provider entschädigt dann den Affiliate.

Unten stehendes Modell besteht aus drei Partnern. Oftmals sind es nur deren zwei, wie im Falle von Amazon, das Merchant ist und gleichzeitig die Technologie des Affiliateprogrammes selber zur Verfügung stellt. Das Amazonmodell ist eher die Ausnahme. Meist übernimmt ein spezieller Provider die Rolle zwischen Merchant und Affiliate.


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Was hat das nun den Beteiligten gebracht?


Im Zeitraum von Oktober 2005 bis Ende März 2006 wurden durch ca. 70 Affiliates 157'312 Visits generiert. Aus diesen Visits wurde ein zusätzlicher Umsatz von CHF 210'488 generiert.


Top-Partner 1
38'567 Visits
Top-Partner 2
31'731 Visits
Top-Partner 3
17'436 Visits
Travelagent.ch
4'510 Visits
Total
157'312 Visits
Total Umsatz
CHF 210'488
Umsatz travelagent.ch
CHF 1'822


Das Reisebüro musste 7 % an Erfolgsprovision bezahlen, also nicht ganz CHF 15'000.-. Für das Reisebüro ist die Rechnung aufgegangen. Das Reisebüro müsste sich fragen, mit welchem Marketingaufwand es zu diesem Zusatzumsatz von über 200'000 Franken gekommen wäre. Hätte es das erzielen können, wenn es den gleich hohen Betrag, den es für die Provision bezahlen musste, für klassisches Marketing ausgegeben hätte? Wohl kaum. Sie können das mit Ihrer Erfahrung als Marketing-Manager bestimmt besser abschätzen. Eine weitere wichtige Kennzahl. Pro 1000 Besucher konnten zwischen 1000.- und CHF 6000.- Umsatz erzielt werden. Für den Affiliate heisst das, möglichst viele Traffic auf eine solche Site zu bringen, damit Provisionen über die Umsätze generiert werden können.

Für uns als Websitebetreiber hat es sich finanziell betrachtet nicht gelohnt. Die Website travelagent.ch hat bei uns keinen strategischen Charakter, sondern vereint sämtliche Affiliateprogramme, die wir bisher auf den verschiedenen Websites verstreut angeboten hatten.

Hinweis: Die Site travelagent.ch haben wir im Frühjahr 2008 vom Netz genommen.

Einen grossen Nutzen hatte diese Erfahrung doch. Nun weiss ich, was ein solches Affiliateprogramm wirklich für beide Seiten bringt. Und Sie profitieren letztlich ja auch davon. Leider werden solche Zahlen von den Merchants und Affiliates oft geheim gehalten.

Beispiel Kreditkartenvergleich

Viele Affiliates "holen" ihren Traffic aus der Suchmaschine über eine optimierte Seite oder über Google AdWords.

Im unten stehenden Beispiel wurde nach einem Kreditkartenvergleich gesucht.

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Der Anbieter www.moneysupermarket.com bietet u.a. auf seiner Site sämtliche in den USA erhältlichen Kreditkarten im direkten Vergleich an. Für den potenziellen Kunden ist das ein Zusatznutzen, den er vom einzelnen Anbieter nicht erhält. In kurzer Zeit wählt er seine Kreditkarte aus und kann sie direkt über diese Seite beantragen.


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Die Transaktion findet nicht auf der Site moneysupermarket.com statt sondern der Benutzer wird auf die entsprechende Seite des jeweiligen Kreditkarten-Herausgebers geleitet, wo dann auch die Transaktion statt findet.


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Beispiel startrek.com

Weltweit gibt es bestimmt zehntausende an Star Trek-Fans. Auf einer solchen Site können dutzende von Affiliate- Möglichkeiten angeboten werden.


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Ich bin überzeugt, dass die Betreiber von www.startrek.com sehr gut mit Affiliate-Programmen verdienen. So gesehen kann Affiliate nicht nur ein effektives Marketinginstrument sein, sondern auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell darstellen. Für letzteres braucht es aber eine Website mit sehr viel Traffic. Erfahrungsgemäss verdienen viele kleine Websites mit tiefem Traffic sehr wenig. Solche Beträge tragen immerhin zu den Kosten der Website bei.

Auswertungsmöglichkeiten

Ein Affiliate bietet hervorragende Auswertungsmöglichkeiten, wie das unten stehende Beispiel von Tradedoubler verdeutlicht. Man kann nicht nur die Anzahl Einblendungen (Impressions) des Werbemittels und die darauf gemachten Klicks messen. Man die Unique Visitors, die generierten Leads und den erzielten Umsatz messen, und das pro Website oder Werbepartner. Eine viel grössere Transparenz ist kaum mehr vorstellbar.



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Anbieter Affiliate-Marketing

Nachstehend eine kurze Liste mit Anbietern, welche Dienstleistungen im Umfeld von Affiliate-Marketing anbieten:


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Hinweis für Anbieter:

Falls Sie in diesem Anbieter-Verzeichnis aufgeführt werden möchten, melden Sie sich bitte auf info@onlinemarketingbuch.com mit allen nötigen Angaben an.

Als Gegenleistung verlangen wir nur einen permanenten Gegenlink von einer Seite mit mindestens Pagerank 3 oder weitere geeignete Massnahmen (z.B. Newsletter etc.).

 

 
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