Ranking als
olympische Disziplin
Ranking heisst das Zauberwort. Jeder möchte in den Suchmaschinen ganz
zu oberst auf dem Treppchen stehen. Ranking bezeichnet die Bildung einer
Rangfolge aller Suchergebnisse auf Basis der Ranking-Algorithmen einer
Suchmaschine.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie ganz nach oben gelangen:
1. Sportliche Methoden
D.h. Sie trimmen Ihre Website auf die wichtigen und für Sie relevanten
Suchbegriffe solange, bis Sie es endlich schaffen. Nur gibt es wie beim Sport
keine Garantie, dass Sie es schaffen. So wie Sie sich mit einer Sportart
abquälen können und es trotzdem nie zu Edelmetall bringen.
2. Erlaubte Dopingmittel
Ganz einfach, Sie bezahlen für Werbung in Suchmaschinen und gelangen so
innert kürzester Frist auf die erste Resultatseite. Bei Google heisst dies
Google AdWords. Darauf kommen wir später zurück.
3. Unerlaubte Dopingmethoden
Sie sind übermotiviert und machen zu viel Training für Ihre Website und
übertreiben es mit gewissen Methoden. Das nennt man in der Fachsprache
ebenfalls Spam, Suchmaschinen-Spam. Das kann bestraft werden. Der
Automobilhersteller BMW wurde 2006 mit seiner Website bmw.de aus dem
Google Index verbannt. Nur für ganz kurze Zeit allerdings und mehr, um eine
Exempel zu statuieren. Das kann Ihnen auch passieren, wenn Sie
Suchmaschinen- Spam anwenden. Vorsicht vor dubiosen Anbietern, welche
Ihnen versprechen, für wenig Geld auf die vordersten Plätze in den
Suchmaschinen zu bringen. Das kann ins Auge gehen. Wenn diese für Sie
unerlaubte Methoden anwenden, können Sie den Schaden davontragen,
indem Sie in Google überhaupt nicht mehr gefunden werden.
Bestimmt haben Sie auch schon E-Mailings mit folgendem oder ähnlichem
Inhalt erhalten. Seien Sie bitte bei solchen Anbietern vorsichtig. Seriöse
Anbieter, auf die wir später noch kommen werden, versprechen Ihnen
keinen bestimmten Rang.

Definition und Ziel
Definition von Suchmaschinen-Marketing

|
Suchmaschinenmarketing beschreibt sämtliche
Massnahmen, die nötig sind, um die Position (das Ranking)
in einer Suchmaschine aufgrund definierter Suchbegriffe
verbessern zu können.
Suchmaschinenmarketing hat zwei Ausprägungen:
1. SEO (= Search Engine Optimization):
Die Optimierung der Website, damit das Ranking verbessert
werden kann.
2. Keyword-Advertising:
Die Buchung von Keywords (Keyword-Targeting, Paid
Listings, Sponsored Links), um mit genau definierten
Suchbegriffen auf die ersten Resultat-seiten zu gelangen.
|
Ziel des Suchmaschinen-Marketing
Ziel des Suchmaschinen-Marketings ist, durch Präsenz auf der ersten Seite
der Suchresultate – sei es in den Organic Listings oder mittels Textwerbung
– Interessenten und Kunden zu gewinnen.
Im verbissenen geführten Kampf um Top-Positionen gehen oft die
eigentlichen Ziele des Suchmaschinen-Marketings verloren:
- Welchen Nutzen haben Spitzen-Positionen in den Suchresultaten, wenn
sie nicht beachtet werden?
- Welchen Ertrag bringen hohe Besucherzahlen oder viele Klicks auf
AdWords, wenn die Besucher die Website wieder verlassen, ohne eine
Spur zu hinterlassen?
Quelle: Suchmaschinen-Marketing, Whitepaper, Imre Sinka, Lukas Stuber
Abgrenzung zu Directories
Was ist der Unterschied von Suchmaschinen und Directories bzw.
Verzeichnissen?
- Einträge in Suchmaschinen werden automatisch (von sog. Robots oder
Spider) erzeugt. Robots sind Programme der Suchmaschinenbetreiber,
welche alle Seiten im Web systematisch absuchen und in das
Suchmaschinenverzeichnis aufnehmen.
- Directories, Webkataloge (oder Webverzeichnisse) werden redaktionell
von Menschen betreut. Die Redaktion fahndet nach den besten Seiten
und nimmt diese in den Katalog auf.
- Bei beiden Diensten kann man seine Website anmelden, die dann nach
einer gewissen Zeit aufgenommen oder abgelehnt werden.
Wahl der Suchmaschine
Gemäss einer Studie von Comscore Networks verzeichnete Google im
Februar 2006 bei den Suchmaschinen einen Marktanteil von 42.3 Prozent
(Vorjahr 36.3 %). Yahoo folgte auf dem 2. Rang mit einem Anteil von 27.6
Prozent (Vorjahr 31.1 %), MSN von Microsoft auf dem 3. Rang mit 13.5 %
(Vorjahr 16.3 %) und Ask.com mit 6 Prozent (Vorjahr 5.3 %) auf dem 4.
Platz.

Je nach Land können diese Zahlen varieren. In der Schweiz beispielsweise ist
Google unangefochtene Nr. 1 und dahinter folgt search.ch mit weitem
Abstand. In der Schweiz genügt es also, wenn Sie Ihre Website auf Google
und search.ch ausrichten. Bei den bezahlten Links genügt es, wenn Sie die
Suchbegriffe in Google buchen; diese werden dann auch automatisch auf
den Resultatseiten von search.ch angezeigt.
In Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien etc. sind die Marktverhältnisse
bestimmt unterschiedlich. Z.B. hat in Deutschland Yahoo eine gewisse
Bedeutung, während es in der Schweiz praktisch bedeutungslos ist. Ebenso
muss man die grossen Portale beachten, welche oft die Suchresultate von
Pay-per-Click-Diensten (PPC) einblenden. web.de als grosses Internetportal
in Deutschland und Bluewin.ch, grösstes Schweizer Portal, blenden die
Ergebnisse von Google ein.
So empfiehlt es sich, für jeden Zielmarkt sorgfältig zu evaluieren, welche
Suchmaschinen und welche Portale für die Zielerreichung mit
Suchmaschinenmarketing berücksichtigt werden sollten.
Pay-per-Click-Dienste (PPC):
- www.google.com (AdWords)
- www.overture.com (Yahoo! Search Marketing)
- www.qualigo.de
- MIVA (www.findwhat.com / www.espotting.com)
- Microsoft MSN
- Ask
Eyetracking und
weitere Facts
Wie Sie auf der unteren Abbildung erkennen können, erhalten die ersten
Ergebnisse auf der linken Seite die höchste Aufmerksamkeit.

Eine US-Studie *) hat gezeigt, dass die Benutzer bei den organischen
Suchresultaten die drei Top-Resultate zu 100% beachten, AdWords werden
lediglich von 50% der Suchmaschinennutzer beachtet.
Die organischen Suchresultate werden wie folgt beachtet:
|
- Rang 1: 100%
|
- Rang 2: 100%
|
|
- Rang 3: 100%
|
- Rang 4: 85%
|
|
- Rang 5: 60%
|
- Rang 6: 50%
|
|
- Rang 7: 50%
|
- Rang 8: 30%
|
|
- Rang 9: 30%
|
- Rang 10: 20%
|
Bei den AdWords sieht die Beachtung so aus:
|
- Rang 1: 50%
|
- Rang 2: 40%
|
|
- Rang 3: 30%
|
- Rang 4: 20%
|
|
- Rang 5: 10%
|
- Rang 6: 10%
|
|
- Rang 7: 10%
|
- Rang 8: 10%
|
*) Eye Tracking Study by Enquiro, Did-i, Eyetools, 2005
- 62% der Suchmaschinen-Benutzer klicken auf die Resultate auf der
ersten Seite. Falls auf der ersten Seite das Gesuchte nicht zu finden ist,
geben 42% einen neuen Suchbegriff ein.
- 76% der Befragten einer US-Studie klicken lieber auf organische
Suchresultate als auf AdWords. Trotzdem investiert die Industrie lieber in
die Textwerbung in den Suchmaschinen, weil der Erfolg schneller eintritt
und die Effizienz einfach messbar ist.
Quelle: Imre Sinka, Lukas Stuber, Suchmaschinenmarketing, Whitepaper,
2006

Quelle: Webtrends, www.webtrends.com
Subscription
Wie gelangt eine Website das erste Mal in den Index einer Suchmaschine?
Grundsätzlich müssen Sie nichts tun. Sie können ganz einfach warten, bis Sie
über einen Link, der zu Ihrer Website führt, vom Suchmaschinen-Robot
gefunden werden. Falls Sie nicht warten wollen, können Sie einen oder
mehrere der folgenden Schritte ausführen:
- Anmeldung der Website
- Dies ist über einen speziellen Link (z.B. URL eintragen) auf der
jeweiligen Suchmaschine oder des betreffenden Webverzeichnisses
möglich.
- In der Schweiz: search.ch, google.ch und http://dmoz.org.
- Anmeldungsdienste
Es existieren diverse Dienste, die ihre Website in hunderte von
Suchmaschinen eintragen. Heute genügt ein Eintrag in den wichtigsten
Suchmaschinen bereits.
- Dienstleistungsunternehmen
Spezialisierte Unternehmen tragen Ihre Website im Auftragsverhältnis ein,
was grundsätzlich aber nicht nötig ist.
- Google: über Google Sitemaps
https://www.google.com/webmasters/sitemaps/login
Irgendwann einmal kommt auf Ihrer Website ein Robot vorbei und crawlt
Ihre Website, wie das in der unten stehenden Abbildung dargestellt ist.

Die Suchmaschinen durchforsten mit speziellen Programmen, den
sogenannten Suchmaschinen-Crawler (auch Robots und Spiders genannt),
das ganze Internet.
Dank HTML-Links folgen sie von Link zu Link durch die Websites und
registrieren, speichern und indizieren so die Inhalte von vielen Millionen
Websites. 2006 hatte Google über 8 Milliarden Webseiten in seiner
Datenbank gespeichert
Einer dieser HTML-Links sollte auch auf eine Sitemap verweisen, über
welcher der Suchmaschinen-Robot alle relevanten Seiten findet. Google
akzeptiert auch eine spezielle Sitemap (Google Sitemap), die sicherstellt,
dass URL mit Parametern und komplexe, mehrstufige Websites vollständig
indexiert werden können.
Google Sitemap
Für Webmaster bietet Google den Service, dass man über eine spezielle
strukturierte Datei im XML-Format die Sitemap einer Website ablegen kann.
So holt sich Google periodisch (ca. alle 24 Std.) die Sitemap selber ab und
registriert so neue Seiten sehr rasch. Das lohnt sich v.a. für grosse Websites
mit häufigen Aenderungen.

Wie gut ist Ihre Website in Google indiziert?
Um zu überprüfen, wie gut bzw. wie viele Seiten Ihrer Website in Google
gefunden werden, geben Sie einmal den Begriff
site:www.ihrewebsite.domain ein. Als Ergebnis erhalten Sie die Anzahl
der gefundenen Seiten. Eine Website, welche vollständig in Flash
programmiert wurde, wird vermutlich nur mit einer einzigen Seite und zwar
mit der Startseite in Google zu finden sein.