Bevor wir Sie mit den Erfolgsfaktoren bekannt machen, möchten wir die
Does and Donts aufführen, aus denen wir dann die Erfolgsfaktoren ableiten
werden.
"Does" and "Donts"
- Permission: Empfänger werden angeschrieben, ohne dass Erlaubnis
vorliegt.
- Anmeldung: Die Anmeldung zum Newsletter ist kaum auffindbar.
- Format und Technologie: E-Mails werden nicht korrekt formatiert
dargestellt.
- Abmeldung: Es ist zu schwierig und kompliziert, sich selber vom Verteiler
zu streichen.
- Inhalt und Absender: Betreff und Absender sind nichtssagend
- Inhalt: Es ist nicht sofort erkennbar, worum was es geht. E-Mails sind
unübersichtlich und unstrukturiert.
- Hyperlinks führen ins Leere.
- Gründe für die Abonnenten-Treue: Interessante Inhalte,
Statusmeldungen, Gewinnspiele, Sonderangebote, Unterhaltsame Inhalte
- Gründe für Abbestellungen: Frequenz zu hoch, Kein Interesse mehr am
Thema, E-Mails waren zu langweilig, E-Mails boten keinen Nutzen,
Verdacht der Adressweitergabe
Quelle: Schwarz, Torsten; Leitfaden eMail Marketing und Newsletter-
Gestaltung, Absolit Dr. Schwarz Consulting, www.absolit.de
Erfolgsfaktoren
Nun kommen wir gleich zu Beginn dieses Kapitels zu den Erfolgsfaktoren,
damit Sie diese in den einzelnen Schritten immer wieder in Erinnerung rufen
können.
Ihre Adressbasis ist das A und O. Spammen Sie deshalb niemals. Holen Sie
beim Empfänger immer die Erlaubnis (Permission) ein. Es ist vielleicht
verlockend, mit wenig Geld an viele Adressen zu gelangen. Letztlich schaden
Sie sich aber selber.
- Bauen Sie sich eine Adressbasis mit Permission auf
Belohnen Sie Ihre Kunden für die Anmeldung oder bieten Sie einen Nutzen.
Dies kann durch wertvolle Tipps & Tricks erfolgen, über tolle
Aktionsangebote oder Ihre Newsletter-Empfänger erhalten einen
Informationsvorsprung. Pflegen Sie Ihre Liste, damit diese stets aktuell ist.
Schützen Sie die Privatsphäre Ihrer Kunden, indem Sie diese Adressen
niemals weitergeben. Halten Sie daher die Datenschutzbestimmungen genau
ein. Am besten Sie veröffentlichen eine Datenschutzerklärung auf Ihrer
Website und weisen im Newsletter mit einem Link darauf hin.
- Einfaches Anmeldeverfahren mit Opt-In
Erstellen Sie ein Anmeldeverfahren, das gut und einfach funktioniert.
Bestätigen Sie jede Anmeldung.
- Abmeldeverfahren ohne Fallstricke
Bieten Sie ein möglichst einfaches Abmeldeverfahren an, wo sich der
Benutzer selber in möglichst wenigen Schritten abmelden kann. Bestätigen
Sie jede Abmeldung.
- E-Mail-Marketing braucht Ziele
E-Mail-Marketing ist mit Aufwand verbunden. Setzen Sie sich daher klare
Ziele. Was wollen Sie mit dem Newsletter erreichen? Mehr Umsatz, mehr
Traffic oder einfach mehr Aufmerksamkeit, um Ihre Marke noch breiter
bekannt zu machen?
- Ein erfolgreicher Newsletter braucht gute Inhalte und eine Form
Nichts langweiliger als ein Newsletter, der nichts aussagt und keinen Nutzen
generiert. Sie werden das rasch an der steigenden Abmeldequote bemerken.
Daher ist ein Redaktionsteam, das einen Redaktionsplan entwirft und die
guten Inhalte einer Firma sammelt und interessant aufbereitet. Der
Newsletter sollte ebenso in den gängigen Formaten verschickt werden.
- E-Mail-Marketing braucht Planung und eine klare organisatorische
Zuständigkeit für die operative Durchführung
E-Mail-Marketing sollte nicht nebenher betrieben werden, sondern es braucht
eine dafür zuständige Person, die sich um die operative Durchführung in allen
Belangen kümmert. Es geht dabei um die Aufbereitung der Inhalte, die
Gestaltung, das Testen, den Versand und die anschliessende
Nachbearbeitung (Beantwortung von Fragen und Bounce- Management).
- Verschicken Sie nur personalisierte E-Mails
Auch Sie werden gerne mit Ihrem Namen angesprochen und nicht nur
unpersönlich mit "Sehr geehrte Damen und Herren".
- Halten Sie gesetzliche Vorschriften ein
In Deutschland sind die gesetzlichen Vorschriften um einiges schärfer als in
der Schweiz und sollen in Bezug auf Spam noch weiter verschärft werden.
Wenn Sie nicht abgemahnt werden wollen, dann sollten Sie unten stehende
Checkliste unbedingt beachten. Diese ist auf die Verhältnisse in Deutschland
ausgelegt. Es ist bestimmt kein Nachteil, wenn wir uns in der Schweiz auch
danach orientieren.
Checkliste für die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen
- Liegt bei allen Ihren E-Mail-Adressen eine Einwilligung vor?
- Sagen Sie bei der Erhebung der Adressen, wofür Sie diese verwenden?
- Weisen Sie bei der Erhebung auf die bequeme Abbestellmöglichkeit hin?
- Hat Ihre Website ein komplettes Impressum?
- Haben Sie in jedem Newsletter ein komplettes Impressum?
- Stellt Ihr E-Mail-System sicher, dass Nutzungsprofile und E-Mail-Adressen
getrennt sind?
- Fragen Sie nur Daten ab, die Sie auch wirklich benötigen?
- Kann Ihr Newsletter allein mit Angabe der E-Mail-Adresse abonniert
werden?
Quelle: Schwarz, Torsten; Leitfaden eMail Marketing und Newsletter-
Gestaltung, Absolit Dr. Schwarz Consulting, www.absolit.de