Kommen wir nun zur ersten Disziplin im Suchmaschinen-Marketing, nämlich
der SEO oder der Optimierung der Website. In den folgenden Abschnitten
möchten wir Ihnen aufzeigen, was es alles braucht, um Ihre Website fit für
die Suchmaschinen zu machen, so wie das die Analyseinstrumente im
vorherigen Kapitel ansatzweise aufgezeigt haben.
Grundsätzliche Überlegungen
- Programmieren Sie Ihre Website so, dass sie von den
Suchmaschinen gelesen werden können. Suchmaschinen
verstehen z.B. kein Flash oder Javascript.
Leider gibt es immer noch Websites, die vollständig in Flash erstellt werden.
Suchmaschinen können mit Flash nichts anfangen. Ebenso haben
Suchmaschinen mit in Javascript erstellten Navigationen Mühe, denn Sie
können den Links in der Navigation nicht mit einem Klick folgen, so wie wir
das als User machen können. Falls Sie eine Website mit Flash- Elementen
oder einer Javascript- Navigation haben, dann dürfen Sie nicht auf eine
Sitemap verzichten. Diesen statischen Links können Suchmaschinen nämlich
folgen.
- Suchmaschinen haben mit Frames Mühe
Früher konnten Suchmaschinen geframte Seite überhaupt nicht nicht lesen.
So wurden oft isolierte Seiten gefunden, welche vom äusseren Frame
losgelöst waren. So wusste der Benutzer nicht, was er mit dieser einzelnen
Seite anfangen sollte, weil diese oft über keinen Link zur Homepage hatten.
Falls Sie Ihre Website immer noch aus einer Framelösung besteht, wäre es
möglicherweise an der Zeit, sich ein Redesign hin zu einer Lösung ohne
Frames zu überlegen. Es gibt heute viele gute kostengünstige Content
Management Systeme (CMS) für den Aufbau und Unterhalt einer Website.
Auch diese Website wurde mit einem CMS erstellt.
- Suchmaschinen können keine Formulare ausfüllen
Oftmals sind Detailseiten hinter einem Formular "versteckt". Sie kommen zu
einem Weinshop, wo Sie erst ein Formular mit vielen Pulldown-Menus oder
Checkboxen ankreuzen müssen, bevor Sie zu den Details gelangen. Sie
können sicher sein, dass diese Detailseiten mit den Weinen von den
Suchmaschinen nicht gefunden werden, es sei denn, Sie hätten eine
statische Sitemap angelegt, wo alle Detailseiten direkt verlinkt sind.
- Suchmaschinen können keine Bilder “lesen”
Suchmaschinen können nicht wie wir Menschen Bilder lesen. Google benötigt
daher mehr Informationen, um sinnvolle Resultate in der Bildersuche liefern
zu können. Etwas mehr darüber im Kapitel "Einflussfaktoren aufs Ranking -
Bilder".
- Suchmaschinen ignorieren zum Teil Sonderzeichen wie & im URL
Sie kennen bestimmt diese langen URL, welche viele Sonderzeichen wie das
Zeichen & enthalten. Das sind oft dynamische Seiten, die aus Datenbanken
abgefragt werden. Damit hatten Suchmaschinen früher sehr grosse Mühe.
Heute können diese Seiten besser von den Suchmaschinen-Robots indiziert
werden.
Algorithmus und Einflussfaktoren aufs Ranking
Eine Suchmaschine muss innert weniger Bruchteile von Sekunden
entscheiden, welche Suchresultate in welcher Reihenfolge angezeigt werden.
Ein Verfahren, die vielen gefundenen Seiten in eine sinnvolle Reihenfolge zu
bringen, nennt man Ranking Algorithmus. Diese hochkomplexen Algorithmen
sind geheim. Man kennt einige der Einflussfaktoren, einige bleiben aber
geheim.
Diese Aufgabe bereitet mehrere Schwierigkeiten. Suchanfragen sind sehr oft
nicht eindeutig. Welche Ergebnisse erwartet jemand, der einfach nach
"download" sucht? Welche Bedeutung von "bank" meint der Suchende - das
Kreditinstitut oder die Parkbank?
Zu Beginn dieses Kapitels haben wir gesehen, dass das Ranking sehr wichtig
sei. Ebenso möchten wir in Erinnerung rufen, dass der Linktext (Sie erinnern
sich? "miserable failure", "Waschlappen" und "hier") einen Einfluss hat. Was
sind die anderen Einflussfaktoren?
In der nächsten Abbildung finden Sie die wichtigsten Einflussfaktoren auf
einen Blick.

MetaTags
Die Meta Tags wurden früher als der Schlüssel zum Erfolg betrachtet. Sie
stellen eines von vielen Elementen dar.
Was sind die Meta Tags?
Zu den wichtigen Meta-Angaben zählen der Seitentitel (Title), die Keywords
und die Description. Mit Keywords können Sie eine Reihe von
Schlüsselwörtern angeben, unter denen Ihre Seite gefunden werden soll. Die
Description-Angabe ist für eine kurze Beschreibung des Seiteninhalts
vorgesehen, die von den Suchmaschinen bei den Ergebnissen angezeigt
wird. Sehr wichtig ist der Seitentitel einer Webpage.
Im unten stehenden Beispiel finden Sie die Website www.ausflugstipps.ch. Im
Browser können Sie den Quelltext anzeigen und sehen so den Code, wie ihn
die Suchmaschinen sieht (siehe Abbildung unten).
Dort sehen Sie die drei oben erwähnten Meta Tags title, keywords und
description. Auf deren Bedeutung kommen wir gleich.
Schauen Sie sich bitte einmal die Meta Tags auf Ihrer eigenen Website genau
an.

Wenn Sie nun in einer Suchmaschine nach einem bestimmten Begriff suchen,
dann werden Ihnen verschiedene Resultate angezeigt.
Der Seitentitel erscheint im Resultat der Suchmaschine auf der ersten Zeile.
Dann folgt auf den nächsten zwei Zeilen die Description und dann auf der
vierten Zeile der URL. Die Keywords werden im Ergebnis nicht angezeigt.
Da die Benutzer nun die Suchresultate mit dem Auge nach dem Suchbegriff
abscannen, können Sie sich leicht vorstellen, dass der Seitentitel und die
Description den Charakter und die Bedeutung einer Anzeige erhalten. Je
besser und genauer der Titel und der Text sind, werden sie eher auch
geklickt.
Es ist nicht nur wichtig, dass man zuoberst in den Suchergebnissen
angezeigt wird, sondern, dass man auch angeklickt wird. Sonst war die
ganze Mühe mit der Seitenoptimierung vergebens.

Nachfolgend ein weniger gutes Beispiel, das übrigens in der Zwischenzeit
korrigiert worden ist.
Der Seitentitel heisst hier "Unbenanntes Dokument". Es gibt keine
Description und keine Keywords. Falls Ihre Webagentur heute noch so
arbeitet, sollten Sie sich Ihre Gedanken dazu machen. Hier geht nämlich sehr
viel Potenzial verloren. Unten stehende Seite wird kaum ganz oben in den
Suchergebnissen landen.

Title-Tag
Der Seitentitel hat einen doppelten Nutzen. Einerseits kann die Suchmaschine
diese Seite besser und genauer indizieren und andererseits wird dieser
Seitentitel in den Suchmaschinenergebnissen auf der ersten Zeile angezeigt
und entscheidet mit, ob der Benutzer klickt oder nicht.
Heute gibt es immer noch viele Websites, bei denen der Seitentitel über die
ganze Website der gleiche ist. Jede einzelne Seite sollte einen eigenen
Seitentitel tragen. Das ist mit etwas Arbeit verbunden. Aber einmal
eingerichtet braucht es dann nicht mehr so viel Pflege, ausser bei neuen
Seiten.
Oftmals übernimmt dies das CMS für Sie. Aus dem Titel in der Navigation
wird automatisch der Seitentitel generiert. Das ist wohl praktisch, aber nicht
immer ideal. Denn manchmal möchte man in der Navigation eine kurze
Bezeichnung verwenden, während man im Seitentitel der betreffenden Seite
die wichtigsten Keywords unterbringen will.
Tipp 1: Delegieren Sie die Definition der Seitentitel keineswegs an Ihre
Webagentur. Diese sind für die technische Umsetzung verantwortlich. Die
Definition der Suchbegriffe im Seitentitel hingegen ist eine Marketingaufgabe.

Tipp 2: Wenn Sie jede Seite mit einem individuellen Seitentitel generieren
können, dann steigt die Chance, dass Sie weit oben gefunden werden,
massiv an. Bei SwissWebCams.ch wird der Seitentitel pro Webcam individuell
generiert, wie nachfolgendes Bild zeigt. So ist für die Webcam vom
Gornergrat auf unserer Website der Seitentitel mit «Swiss- Webcam.ch -
Webcam Zermatt Gornergrat» gesetzt. Die Suche nach «Webcam Zermatt»
führte auf Google zum Rang 1 und 2 (siehe Abbildung oben).
Länge des Seitentitels
Je nach Suchmaschine werden mehr oder weniger Zeichen angezeigt. Mehr
als 63 Zeichen sind meistens überflüssig, obwohl Yahoo 112 Zeichen und
MSN bis 70 Zeichen anzeigt. Diese Information kann aber schon dann wieder
überholt sein, wenn dieses Buch gedruckt wird.
So empfiehlt es sich, den Seitentitel auf 63 Zeichen zu begrenzen. Bringen
Sie dort die wichtigsten Suchbegriffe dieser einzelnen Seite unter. Dann
werden Sie eher gefunden und die potenziellen Kunden klicken viel eher.
Description
Die Description ist deshalb so wichtig, weil sie auch als eine Textanzeige
betrachtet werden kann, weil sie im Ergebnis der Suchmaschine auf den
Zeilen 2 und 3 angezeigt wird. Oft entscheidet der Benutzer, ob er auf dieses
Suchergebnis klicken will oder nicht.
Die Description ist ein Kurzbeschrieb einer Webseite, welcher im HTML-Code
im <Head> untergebracht ist. Die Description darf maximal 400 Zeichen
aufweisen.
Tipp: Jede wichtige Seite Ihrer Website sollte über eine eigene Description
verfügen. Delegieren Sie die Definition der Description keineswegs an Ihre
Webagentur, die wie beim Seitentitel ebenfalls für die technische Umsetzung
verantwortlich zeichnen. Das Texten der Description ist eine
Marketingaufgabe. Oder würden Sie etwa das Texten Ihrer Zeitungsanzeige
Ihrer Webagentur übergeben (ausser die hat einen Werbetexter)?

Ist keine Description vorhanden, sucht der Suchmaschinen-Robot aus dem
Seiteninhalt selbständig Elemente und erstellt eine eigene Description. Diese
ist bestimmt nie so gut, wie wenn sie von einem Werbetexter erstellt wird.
Keywords
Es wird vermutet, dass die Keywords von Suchmaschinen im Ranking-
Algorithmus nicht mehr berücksichtigt werden. Man weiss es aber nicht, weil
ja diese Kriterien nicht öffentlich publiziert werden und auch ab und zu wieder
geändert werden. So empfehlen wir, diese trotzdem zu definieren, ganz
nach dem Motto, dass es ja nicht schaden wird.
Für die Meta-Tags sollten minimal 3, maximal 20 Keywords definiert werden
(= maximal 200 Zeichen).

Keywords der Seite „Fonds“ auf Wikipedia
Weitere Faktoren
Immer mehr Suchmaschinen gehen dazu über, auch die Inhalte wie
Überschriften, Text, Link- und Bildtexte zu analysieren.
URL
Ein guter und kurzer URL ist viel Geld wert. So hat das Schweizer
Internetstellenportal Jobs.ch mit dem Domainnamen jobs.ch einen wichtigen
Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Natürlich ist es nicht das alleinige
Erfolgsmerkmal. Wenn Sie aus Ihrem guten Domainnamen nichts machen,
dann wird er auch nie einen Wert erzielen.
Wichtig fürs Suchmaschinenmarketing ist, dass die wichtigsten Suchbegriffe
im URL untergebracht werden. Dies kann über die domain selber, über eine
Subdomain, über einen Verzeichnisnamen und über die Datei selber erfolgen.
Beispiel:
Jemand sucht sich eine Stelle in einer Bank in Zürich mit folgendem
Suchbegriff
banking jobs zürich
Jobs.ch könnte das wie folgt lösen:
www.jobs.ch
http://banking.jobs.ch
- Verzeichnis- und Dateiname:
www.jobs.ch/banking/zuerich.asp
Im letzten URL hat jobs.ch die grösste Chance, dass sie mit der Seite
www.jobs.ch/banking/zuerich.asp ganz oben gelistet werden, denn die
Suchbegriffe erscheinen alle im URL. Jobs.ch muss nur noch diese Seite mit
Bankstellen in Zürich füllen und schon ist der Erfolg weitgehend garantiert.
Zuerst müssen Sie allerdings wissen, ob die Benutzer nach "banking jobs
zürich" oder vielleicht eher nach "Bankstellen in Zürich" suchen. Da müssen
Sie zuerst eine Analyse machen, bevor Sie Ihre Website nach obigem Muster
optimieren.
Überschriften
Um nicht die Überschriften mit dem Seitentitel zu verwechseln, hier gleich
eine Abgrenzung. Die Überschriften sind im Text selber aufgeführt und sind
im HTML-Code oft mit den HTML-Marken H1, H2 etc. versehen.
Suchmaschinen suchen nach diesen Texten innerhalb dieser Marken. Wenn
Ihre Suchbegriffe in diesen Marken wie H1 abgelegt sind, dann verstärkt dies
die Relevanz fürs Ranking erheblich.

<h1 class="firstHeading">Fonds</h1>
Im obigen Beispiel ist Fonds eine sogenannte H1-Überschrift.
Content/Text/
Wortdichte
Die Suchmaschinen analysieren immer mehr auch den Inhalt jeder einzelnen
Seite und gewichten ihn nach den wichtigen Begriffen. So sollten Ihre
wichtigsten Suchbegriffe mit einer gewissen Regelmässigkeit im Text
aufgeführt werden. Man spricht hier von Wortdichte (Word Proximity), die
nach aktueller Erkenntnis zwischen 4 und 7 Prozent betragen sollte. Wie
schon mehrmals darauf hingewiesen wurde, kann das jederzeit ändern.
Vermeiden Sie es, den gleichen Begriff zu oft zu erwähnen. Das könnte im
schlechtesten Fall von Suchmaschinen als Spam deklariert werden.
Wichtig ist auch die Reihenfolge der Suchbegriffe im Text. So ergeben die
folgenden vier Suchbegriffkombinationen unterschiedliche Resultate:
- Hotel Luzern
- Luzern Hotel
- Hotels Luzern
- Luzern Hotels
Bevor Sie Ihre Website optimieren, müssen Sie wissen, wonach
hauptsächlich gesucht wird: Einzahl oder Mehrzahl und in welcher
Reihenfolge.
Linktext
In den Beispielen zu Beginn des Kapitels "Suchmaschinen-Marketing" hatten
wir mit "miserable failture", "Waschlappen" und "hier" bereits auf die
Bedeutung des Linktexts hingewiesen.
Interne Textlinks haben im ganzen Ranking-Algorithmus ebenso ihre
Bedeutung. Daher lohnt sich eine Sitemap auf jeden Fall.
Bilder
Ein Element ist der ALT-Tag im HTML-Code, der das Bild beschreibt. Wenn
Sie über ein Bild den Mauszeiger bewegen, dann wird ein Text angezeigt. Das
ist der ALT-Tag.
Für das unten stehende Bild lautet der ALT-Tag wie folgt:
<img
src="http://www.onlinemarketingreport.ch/files/images/2006/12/mob175_1166374919.jpg" border="0" title="Baja Formosa" alt="Baja Formosa" />
Sie können das online über folgenden Link selber betrachten:
Online Marketing in Brasilien

Zusätzlich ist der Filename des Bildes eine weitere Möglichkeit, Ihre Website
zu optimieren. Sie sollten daher den Namen des Bildes als JPG oder GIF mit
einem sinnvollen Namen versehen. Oft sieht man nämlich Namen wie
http://www.onlinemarketingreport.ch/files/images/2006/12/mob175_1166374919.jpg
Das ist übrigens der Filename des oben abgebildeten Bildes. Besser wäre hier
sicherlich Baja Formosa. Manchmal kann man das leider nicht beeinflussen,
weil das CMS es nicht ermöglicht.
An diesem Ort habe ich übrigens dieses Buch geschrieben. Der Ort befindet
sich übrigens im wunderschönen Brasilien. Hier gehts zur Karte.
Externe Links
Externe Links, v.a. die Linktexte helfen in Bezug auf die Verbesserung des
Ranking. Zusätzlich beeinflussen sie den PageRank.
Linkpopularität
PageRank
Als Sergei Brin und Larry Page Google gründeten, hatte Larry Page einen
Algorithmus für die Bewertung von Webseiten entwickelt. Er hatte damals
die Idee, im Rahmen einer Diplomarbeit (!) das ganze Internet auf seinen
Rechner zu laden und die Websiten nach seinem Algorithmus zu beurteilen.
Dies heisst PageRank in Anlehnung an den Erfinder Larry Page, und nicht
etwa weil Page Seite heisst. Nomen est Omen, was in diesem Falle natürlich
perfekt passt. Der PageRank wird mit einer Zahl zwischen 0 und 10 ermittelt
und kann in der Google Toolbar angezeigt werden.
In der Schweiz gibt es Spitzenwerte von 7.

Am einfachsten können Sie in der Google Toolbar den PageRank ablesen. Sie
fahren mit der Maus über den grünen Balken und der PageRank wird
angezeigt. Die Google Toolbar finden Sie selbstverständlich über Google
selber und können diese gratis herunterladen und nutzen.
Optimierung
von E-Shops
Für die optimale Indexierung eines Onlineshops bzw. dessen Produkte in
Suchmaschinen ist die Wahl der Technologie ganz entscheidend. Eine falsch
gewählte Shoplösung kann die Auffindbarkeit der Produkte über dieses
wichtige Instrument verhindern oder zumindest stark einschränken. Daher
sollte diesem Kriterium bereits bei der Evaluation von Shoplösungen grosse
Beachtung geschenkt werden.
Eine in Bezug auf Suchmaschinen-Tauglichkeit optimale Shoplösung muss
folgende Kriterien erfüllen:
- Keine Framelösung.
- Keine reine Flashlösung.
- Erreichbarkeit jedes einzelnen Produktes im Shop über Verlinkung
(Katalogstruktur, Deep Linking).
- Keine alleinige Erreichbarkeit über Such- oder Selektionsmasken.
- Die Produktseiten dürfen nicht aufgrund von POST-Parametern erzeugt
werden, sondern müssen sich für die Suchmaschine wie eine statische
HTML-Seite verhalten.
- Pro Produktseite muss eine eindeutige indizierbare und bleibende URL,
welche keine GET-Parameter enthält (erkennbar am Fragezeichen in der
URL), vorhanden sein.
- Pro Produkt individuell erstellbare Title Tags und Meta Tags
Ein Anbieter einer speziell auf Suchmaschinen optimierten Shoplösung ist die
Firma MySign aus Aarau (www.mysign.ch).
Unten stehendes Beispiel zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Die Seite mit
dem "Château Poujeaux" (übrigens mein Lieblings-Bordeaux) trägt einen
eigenen Seitentitel. Beim URL könnte man noch optimieren, wenn man den
Suchbegriff ebenfalls im URL als Verzeichnisname oder im Filenamen
unterbringen könnte.

Auf der Ergebnisseite in der Suchmaschine sieht man das Ergebnis deutlich.
Eine Verbesserung könnte in der individuellen Description erreicht werden.
Hier wurde eine Description über die ganze Website gewählt.
Eine Description könnte hier wie folgt lauten:
Château Poujeaux, Cru Bourgeois Exceptionnel, Bordeaux, Frankreich,
Rotweine
Damit würde die Navigation in der Description abgelegt und man fände diese
Seite möglicherweise auch über die anderen Begriffe besser.

Doorway- und
Landing Pages
Doorway-Seiten sind Internetseiten, die allein zum Zweck des
Suchmaschinen-Spamming angelegt werden.
Technisch gesehen handelt es sich dabei um ganz normale Internetseiten,
die allerdings wenig bis gar keinen eigenen Inhalt bieten. Stattdessen sind sie
mit Schlüsselwörtern gespickt, unter denen eine verlinkte Seite in
Suchmaschinen gefunden werden soll.
Eine Doorway hat folgende Ziele:
- Integration von zusätzlichen Keywords in Suchmaschinen
- Sie fungiert nur als Zwischenseite
- Weiterleitung auf oder Framing eines anderen Seiteninhaltes
Doorways werden normalerweise durch Scripte oder Programme in grossen
Mengen erzeugt. Intern werden oft Mechanismen des Crosslinking
verwendet. Diese klassische Form der Doorway-Seite wird von den
größeren Suchmaschinen schnell erkannt und negativ bewertet. Es kann
sogar zum Ausschluss aus dem Suchmaschinen-Index führen. Algorithmen
wie PageRank berücksichtigen solche Seiten überhaupt nicht.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Doorway
Tipp:
Stattdessen empfiehlt es sich, sogeannte Landing-Pages der Entry-Pages zu
erstellen.
Optimieren Sie ganz bestimmte wichtige Seiten Ihrer Website. Das können
Seiten mit den Produktkategorien oder Produktseiten sein. Sie erhöhen
damit die Chance erheblich gefunden zu werden, wenn Sie solche Einstiegs-
Seiten perfekt optimieren.
Suchmaschinen-Spam
Die Suchmaschinenbetreiber haben Spielregeln festgelegt, was als SPAM gilt.
Diese finden Sie über folgende Links:
Seit dem Februar 2006 wissen viele Leute mehr, dass es auch
Suchmaschinen-SPAM gibt, und nicht nur E-Mail-SPAM. Da wurde bmw.de
nämlich von Google unter grossem medialem Getöse aus dem Google-
Index verbannt. Das ist etwas vom Schlimmsten, was einem passieren
kann. Denn dann werden Sie in der Suchmaschine einfach nicht mehr
gefunden.
Matt Cutts, Mitarbeiter von Google, hat die Gründe in seinem Blog
beschrieben:
http://www.mattcutts.com/blog/ramping-up-on-international-webspam/
|
Remember my previous post noting that Google would be paying more attention to
webspam in other countries and languages this year? This week our webspam team
continued ramping up our anti-spam efforts by removing bmw.de from our index,
and ricoh.de will be removed soon for similar reasons.
When a search engine visited a page like www.bmw.de/bmw-neuwagen.html, it
would see a page like this:
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However, a user’s browser would immediately trigger a JavaScript redirect to a
completely different url which looked like this:
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That’s a violation of our webmaster quality guidelines, specifically the principle of
“Don’t deceive your users or present different content to search engines than you
display to users.”
It appears that at least some of the JavaScript-redirecting pages have already been
removed from bmw.de, which is very encouraging, but given the number of pages
that were doing JavaScript redirects, I expect that Google’s webspam team will
need a reinclusion request with details on who created the doorway pages. We’ll
probably also need some assurances that such pages won’t reappear on the sites
before the domains can be reincluded. I’m leaving comments turned off on this
post; there are no doubt plenty of other search engine optimization areas to discuss
this.
Finally, as long as we’re on the subject of cars: to the domestic car maker whose
European domain had hidden text on the front: your 30 day removal was set to
expire in two days, but the hidden text has been taken off the page, so I’m
scheduling the domain for reinclusion now.
|
Der Qualitätsanspruch einer Suchmaschine ist es, dass zu einer Suchanfrage
möglichst relevante Ergebnisse geliefert werden. Was nützt es, wenn Sie
nach einer CD von Shakira suchen und erhalten Ergebnisse, die damit
überhaupt nichts zu tun haben. Und diese erscheinen nur, weil diese ihre
Website nach dem oft gesuchten Begriff Shakira optimiert haben. Damit
würden sich die Suchmaschinen langfristig nur schaden.
Suchmaschinen haben es nicht gerne, wenn man versucht, diesen
Qualitätsanspruch mit SPAM zu untergraben. Daher haben sie entsprechende
Richtlinien verfasst. Wie in seinem Blogeintrag von Matt Cutts erklärt wird,
schätzen Sie es nicht, wenn eine Seite für die Suchmaschine anders aussieht,
als wie sie dann der Benutzer zu sehen bekommt (siehe Beispiel oben).
Bekannte Spammingtechniken:
- Ein Textteil wird in der Hintergrundfarbe geschrieben und ist somit in
einem normalen Browser nicht sichtbar, die Suchmaschinen hingegen
lesen nur den Quelltext und sehen die "versteckten" Worte, die sie in der
Suche mitberücksichtigen (sollen).
- Auf einer Seite werden mehrere title-Tags benutzt. Nur der erste soll von
der Suchmaschine angezeigt werden, die restlichen dienen dazu, weitere
Schlüsselbegriffe an prominenter Stelle unterzubringen.
- Schlüsselbegriffe werden innerhalb von HTML-Kommentaren notiert.
- In die Meta Keywords werden Begriffe aufgenommen, die nichts mit der
Seite zu tun haben.
- Im Titel oder den Meta Keywords wird ein einzelner Begriff sehr oft (5-10
mal) wiederholt.
- Weiterleitungen mit dem Meta Refresh Tag, per Javascript, CGI oder
dynamischer Seiten (PHP, ASP) sollen den Suchmaschinen andere Inhalte
präsentieren, als dem menschlichen Surfer.
Nachstehend einige weitere der Spammingtechniken, die von den beiden
Experten Lukas Stuber und Imre Sinka in ihrem Whitepaper "Suchmaschinen-
Marketing" beschrieben werden.
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Beim Cloaking liefert der Server unter derselben URL aufgrund
bestimmter Kriterien unterschiedliche Inhalte aus: Besucher und
Suchmaschinen-Crawler bekommen jeweils auf ihre Bedürfnisse
optimierte Websites zu sehen. Ziel des Cloakings ist, durch individuell
optimierte Websites Top-Positionen zu erreichen.
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IP-Delivery ist eine Form des Cloakings. Aufgrund der IP-Adresse des
Website- Besuchers wird ein bestimmter Seiteninhalt ausgeliefert. Wird
aufgrund der IP- Adresse ein Suchmaschinen-Crawler erkannt, führt ihn
die IP-Delivery zu einer speziell optimierten Textseite, während der
gewöhnliche Besucher die «offizielle» Webseite sieht. Sind die beiden
Texte identisch, ist es kein Spam.
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Linkfarmen haben das Ziel, die Linkpopularität von Websites zu erhöhen.
Es handelt sich um Listen, auf denen man sich, zum Teil gegen Entgelt,
ohne redaktionelle Prüfung eintragen kann. Google erkennt die Links von
Linkfarmen und misst ihnen keine Bedeutung zu. Vielmehr kann Google
die Verwendung von Linkfarmen mit dem Ausschluss bestrafen.
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Bei dieser Form von Spam werden manuell oder durch Skripte wahllos
Einträge mit einem Link auf eine Website in öffentlichen Blogs und Foren
vorgenommen. Die aktuellste Form ist Spamming über Wikipedia. Das
Blog- und Foren-Spam hat zum Ziel, die inkpopularität zu erhöhen. Auch
diese Spam-Form wird von den Suchmaschinen erkannt und ist
ineffizient.
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- Unsichtbare oder
versteckte Texte
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Immer wieder werden versteckte Texte auf den Websites platziert, mit
dem Ziel, die Textmenge zu erhöhen und die Suchbegriffsdichte zu
manipulieren. Eine noch immer populäre Form ist weisser Text auf
weissem Hintergrund. Die andere ist, den Text hinter Bildern im Alt- Text
oder in einem unsichtbaren Layer zu verstecken.
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Durch die Optimierung des Page-Titles, der Meta-Tags sowie der
Headline erscheint eine Seite unter einem bestimmten Suchbegriff, ohne
dass der Inhalt einen Bezug zum Suchbegriff hat.
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Als noch ausschliesslich die Suchbegriffsdichte für die Position einer Seite
ausschlaggebend war, wurden Suchbegriffe überall innerhalb einer Seite
versteckt. Mit den komplexen Suchmaschinen-Algorithmen wurde das
Keyword- Stuffing wirkungslos.
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Doorway Pages oder Funnel Pages werden speziell für die
Suchmaschinen hergestellt und sind für einen Suchbegriff optimiert,
vermitteln jedoch dem Besucher keine relevanten Inhalte. Vielfach leiten
Doorway Pages den Besucher direkt auf eine andere Seite weiter.
«Seriöse Doorway Pages» oder Landing Pages sind kein Spam
und sind integrierter Bestandteil des Webauftritts. Sie werden
unter anderem eingesetzt, um dynamische Websites für die
Suchmaschinen-Crawler zugänglich zu machen.
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Über Weiterleitungen (301, 302, 402, Meta-Refresh, JavaScript) werden
Besucher sowie Suchmaschinen-Crawler auf bestimmte Seiten
verwiesen. Je nach Zweck werden Redirects von den Suchmaschinen als
Spam eingestuft.
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Im Quellcode der suchmaschinen-optimierten Webseiten dürfen keine
versteckten Links auf fremde Websites platziert sein.
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Controlling des Ranking
Sie können das Ranking auf bestimmte Suchbegriffe in den verschiedenen
Suchmaschinen manuell überprüfen. Viel einfacher geht es mit einem
speziellen Tool.
Ein Gratistool finden Sie unter www.suchmaschinentricks.de/software. Leider
ist die Software auf Deutschland ausgerichtet und für uns Schweizer nur
beschränkt geeignet.
Hier finden Sie weitere kostenpflichte Tools. Die Kosten betragen wenige
hundert USD pro Jahr.
Erfolgsfaktoren SEO
Zum Abschluss des Kapitels Suchmaschinenoptimierung wollen wir nochmals
die Erfolgsfaktoren festhalten:
- Indexierbare Websites bauen
- Aussagekräftige domain/URL wählen (inkl. Verzeichnis oder Dateiname)
- Relevante Suchbegriffe suchen (wie sucht der potenzielle Kunde?)
- Aussagekräftige Pagetitles einsetzen
- Verlinkung (intern, extern) mit sorgfältiger Wahl von Linktexten
- Das Wichtigste zuoberst und in H1, H2 Tags
- “Keywordgerechter” Inhalt
- Wiederholen der Suchbegriffe (aber nicht zu oft ->spamming)
- Keine Tricks anwenden
- Metatags einsetzen (v.a. eine gute werbewirksame description)
- evtl. Website bei der Suchmaschine anmelden
- Website mit anderen Sites verlinken
- Ranking kontrollieren und optimieren (Messdaten erheben z.B. Position,
Anzahl Webseiten im Index)
- Die Konkurrenz beobachten
- Geduld haben