Bei der Bannerwerbung gibt es grundsätzlich folgende Preismodelle:
- CPM/TKP (= Cost per Mille/Tausenderkontaktpreis)
- Cost per x (Click, Lead oder Order)
- Fixplatzierungen (über einen Zeitraum, Sponsoring etc.)
TKP-Modell
Beim TKP-Modell wird pro 1000 Bannereinblendungen oder Sichtkontakte
abgerechnet. Die Einblendungen können dank des Ad-Servers ganz genau
festgestellt werden, bzw. es werden nur die tatsächlich ausgelieferten und
angezeigten Banner verrechnet.
In der Schweiz reicht die Bandbreite des TKP von CHF 20.- (z.B. Run of Site
auf diversen Sites) bis CHF 200.- (z.B. Keyword-Banner von search.ch).
Cost per X
Beim Modell Cost per x wird ein Preis pro Klick, Lead oder Order vereinbart.
- Cost per Click: Klickpreise sind v.a. bei Google AdWords üblich. Aber auch
im Affiliate-Marketing kann pro Klick abgerechnet werden. Adlink bietet
mit dem Produkt "Response Republik" sogenannte Click-Deals an. Da der
Werbewert eben nicht nur dank dem Klick entsteht, ist der Klickdeal
grundsätzlich v.a. für den Werbetreibenden nicht aber für die Website ein
gutes Geschäft. Wie das Beispiel der ON-Studie von Bluewin klar
aufgezeigt hat, ist weder die Klickrate noch der Klickpreis für den Erfolg
einer Kampagne entscheidend.
- Cost per Lead: Per Lead wird z.B. bei der Schweizer Preisvergleichsseite
www.comparis.ch abgerechnet. Jede Krankenversicherung, welche dank
Comparis eine Offerte erstellen darf, muss für diesen Lead bezahlen. Das
macht auch Sinn, denn ein solcher qualifizierter Lead hat zweifelsohne
einen Nutzen, denn kaum jemand wird aus Zeitvertreib eine Offerte
einholen wollen.
- Cost per Order: Cost per Order wird vor allem beim Affiliate-Marketing,
weniger hingegen bei reiner Online- Werbung, abgerechnet. So wird am
generierten Umsatz mit einer Umsatzprovision partizipiert.
Fixplatzierungen
Fixplatzierungen sind oft im Rahmen von Sponsorings üblich. Man vereinbart
einen fixen Preis für die Einblendung des Werbemittels für eine bestimmte
Zeitdauer. Der Preis sollte sich nach dem vorhandenen Traffic richten. Dies ist
manchmal schwierig vorherzusagen, denn man kennt ja den Traffic nicht im
Voraus, sondern kann diesen nur grob hochrechnen. Seien Sie bitte bei
weniger bekannten Websites vorsichtig bei Fixplatzierungen. Denn diese
kennen oft ihren Traffic auf Detailseiten nicht und können ihnen so oftmals
keine verlässlichen Zahlen liefern.
Letztlich läuft doch wieder alles über den Tausenderkontaktpreis TKP.
Angenommen Sie bezahlen für einen Klick CHF 5.- und erzielen bei einer
Kampagne eine hohe Klickrate von 0.5 %, dann beträgt der TKP (1000 Ad
Impressions, 0.5 % = 5 Klicks x 5.- = 25.-). Meine Prognose ist, dass es in
der Online-Werbung nur solange Klickpreise geben wird, wie es
Ueberkapazitäten an Bannerflächen gibt. Sobald die guten Werbeflächen über
eine entsprechende Buchungsquote verfügen, werden die Click-Deals eher
zurückgehen.
Auf der nächsten Abbildung sehen Sie das Beispiel des Bannertarifs von
search.ch.

Quelle: http://werbung.search.ch/tarife.html
Es ist ersichtlich, dass die Preise nach Format und Platzierung varieren.
Ein Fullbanner Run of Site (ROS), das heisst, das Banner wird irgendwo auf
der ganzen Site eingeblendet, kostet mit CHF 20.- TKP natürlich viel weniger,
als der vorhin beschriebene Keyword-Banner mit einem sehr genauen
Targeting aufgrund eines bestimmten Interesses (= Keyword).
Preise in
Deutschland
Die Preise sind in Deutschland (Quelle: Tarif GUJ 2005) übrigens mit
denjenigen der Schweiz vergleichbar, teilweise sogar noch leicht höher. Dies
vielleicht als Hinweis, dass in der Schweiz nicht alles unbedingt teurer sein
muss.

Quelle: G+J Electronic Media Sales, www.ems.guj.de
Brandingtarif
von search.ch
Search.ch hat vor einiger Zeit den Brandingtarif eingeführt, wie Sie auf der
Abbildung etwas weiter oben nachsehen können.
Die Idee dafür war, den Streuverlust zu minimieren. Search gleicht den
Streuverlust mit entsprechend mehr Werbeleistung wieder aus und erreicht
so netto die vom Werbetreibenden avisierte Zielgruppe.

So zahlen Werbetreibende nur noch die Werbung, um die Zielgruppe zu
erreichen.
Beispiel: Alle Frauen auf search.ch machen 45 % der Benutzerinnen aus
(siehe obige Abbildung). Der Werbetreibende erhält so 223 % der
Werbeeinblendungen. Netto erreicht man dann 100% der Zielgruppe (2230
x 45 % = 100).
Vor- und Nachteile des Brandingtarifs von search.ch
- Vorteile: Das Ziel wird erreicht, indem man mit genug Reichweite
bestimmt alle trifft. Da viele Werbekontakte generiert werden, erreicht
man auch Personen ausserhalb der Zielgruppe.
- Nachteile: Es wird viel "Munition" verschossen. Nachteil für search.ch:
Keine segmentbezogene Werbung.